Lebensdauer und Holzschutz beim Holzhaus
Ein gutes Holzhaus hält länger als man denkt!

Die Lebensdauer eines Holzhauses wird generell stark unterschätzt. Viele Menschen, die an ein Holzhaus denken, ziehen sofort eine gedankliche Verbindung zu einem schnelleren Verfall eines Holzhauses im Vergleich zu einem Massivhaus. Doch dieser Gedankengang ist generell falsch!
Hierzu ein schönes Beispiel: In Usbekistan steht noch heute ein sakrales Bauwerk, welches mithilfe der Blockbauweise erbaut wurde. Das geschätzte Alter dieses Sakralbaus beträgt über 2000 Jahre! Wie man unschwer an diesem Beispiel erkennen kann, haben Holzhäuser eine längere Lebensdauer, als allgemein angenommen wird. Sachverständige schreiben einem sauber erbauten und abgedämmten Holzhaus eine Mindestlebensdauer von 100-200 Jahren zu. Diese Mindestlebensdauer wird auch bei den meisten Massivbauten aus Stein und Beton veranschlagt.
Ein ungemein wichtiger Aspekt in Bezug auf die Lebensdauer eines Holzhauses ist der Holzschutz. Der Baustoff Holz verfügt über einen sehr guten, natürlichen Schutzmechanismus, welche jedoch auf Dauer nicht ausreicht, um das Holz, vor allem das der Außenwände eines Holzhauses, vor den Witterungseinflüssen zu schützen. Heutzutage stehen jedoch verschiedenste Verfahren zur Verfügung, um das Holz dauerhaft vor Feuchtigkeit, Hitze und Kälte schützen zu können. Manche Hersteller für Fertigholzhäuser verwenden sogenannte mechanische Verfahren, bei welchen das Bauholz schon vor der Fertigung der einzelnen Fertigbauteile mit hohem Druck oder Hitze imprägniert wird.
Des Weiteren besteht die Möglichkeit, das Holz der Außenwände auch noch nach der Errichtung des Holzhauses ausreichend gegen Wind und Wetter zu schützen. Hierfür eignen sich verschiedene chemische und natürliche Mittel, mit welchen das Holz imprägniert werden kann. Beispielsweise wird das Holz der Außenwände sehr gerne mit Leinöl bestrichen und versiegelt, damit keine Feuchtigkeit in das Holz eindringen und somit eventuell Fäulnis hervorrufen kann.
